Reiten zu Musik

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Dieser Artikel hatte eine ganz andere Einleitung. Ich hatte eigentlich einen voll verträumten Anfang formuliert. Aber irgendwie finde ich das gerade unpassend in Zeiten von Coronakrise und all den Ereignissen zu Beginn des Lockdown-light.

Heute gibt es auch keine Tipps. Heute möchte ich vom Reiten zu Musik erzählen. Zwei Mal haben wir heuer auf der Mühlbachweide den Reitsport mit Musik kombiniert.

Was wahrscheinlich gleich jedem in den Sinn kommt, das ist die Weihnachtsquadrille. Anfang des Jahres gab es auf der Mühlbachweide aber keine Weihnachtsquadrille – das wäre im Jänner auch irgendwie zu spät gewesen. Sondern eine Geburtstagsquadrille. Anlässlich des 50. Geburtstags der Vereinsobfrau wurde geritten. Wenn also gerade einmal nicht Weihnachten ist und man Lust hat gemeinsam reiten zu gehen. So kann auch ein runder Geburtstag ein wunderbarer Anlass für Reiten zu Musik sein.


Quadrille reiten ist nicht einfach nur ein wenig hintereinander her traben, ein paar Figuren reiten und sich schön anziehen. Das Besondere am Quadrille reiten ist, dass man gemeinsam schöne Figuren reitet, sodass eine harmonische Reitvorführung entstehen kann: Ästhetik, Bewegung und Musik. Die Anforderungen an die einzelnen Pferd-Reiter-Paare sind hoch! Die Rittigkeit steht richtig am Prüfstein. Unsichtbares Aufnehmen über eine halbe Parade und im nächsten Moment wieder leicht nachtreiben um Abstände und Figuren präzise zu halten fordern die Konzentration der Paare. Das Abstimmen aufeinander während der Figuren bildet die Grundlage für das Gelingen einer Performance. Schaffen es die einzelnen Paare während der Vorführung auch die Musik auf sich wirken zu lassen, so gewinnt die Vorführung an Leichtigkeit und Ausdruck. Bewegung und Musik gehen in Fleisch und Blut über, alles schwingt und ist im Takt.


Und weil die Geburtstagsquadrille richtig leiwand war für alle, folgte Anfang Herbst eine Fortsetzung. Einen speziellen Anlass gab es nicht und es wurde auch keiner erfunden. Wir haben das einfach so gemacht, der Gemeinschaft wegen, des Reiten wegens und der Musik wegen.

Alles was es dazu gebraucht hat: Motivation und Engagement, Musik, ein wenig Technik und Zeit, das heutzutage oftmals knappste Gut. Es braucht Zeit um Musik zu hören, sich in die Musik hinein zu spüren und eine Übungsabfolge zu entwickeln, Zeit um gemeinsam zu üben und wenn man möchte auch Zeit zum Vorführen und Genießen der Vorführung. Wenn man sich diese Zeit gemeinsam nimmt, so hat man die Chance auf ein wunderbares Reiterlebnis!

Wie auch immer ihr den Lockdown jetzt erlebt. Vielleicht gibt er abends Zeit um ein wenig Musik zu hören. Vielleicht entwickelt sich daraus eine wunderbar Idee für eine Reitvorführung 2021.


Alles Liebe,

Eure Vicky



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