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Reitlehre leicht gemacht – Fokus: Stellung und Biegung

20.02.2018

Heute starte ich mit meiner Serie: „Reitlehre leicht gemacht.“ Reiten hat zwar viel mit Praxis zu tun, aber nicht umsonst gibt es Bücherweise Reitlehren die nicht immer ganz einfach zu verstehen sind. Ich möchte euch hier immer wieder ein bisschen Theorie mitgeben. In kleinen Happen, leicht zu verstehen und für die Praxis unabdingbar.

 

 

Das erste Thema: Stellung und Biegung

 

Stellung und Biegung sind Basics, denn ohne diese beiden Grundbegriffe geht eigentlich gar nichts. Trotzdem, auch bei Reiterinnen und Reitern die schon lange Reiten, sind die Begriffe Stellung und Biegung immer wieder ein Thema. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Stellung und Biegung und wie sieht ein korrekt gestelltes bzw. gebogenes Pferd aus?

 

Stellung bedeutet, dass das Pferd den Kopf und geringfügig den vorderen Halsbereich seitlich nimmt, aber eben nur diese zwei Bereiche. Im restlichen Körper bleibt das Pferd gerade. Die Stellung vollzieht sich geradeso, dass man das innere Auge, beziehungsweise den inneren Nüsternrand leicht schimmern sieht. Die Pferdeohren bleiben auf gleicher Höhe und das Pferd darf im Winkel zwischen Ganasche und Hals nicht zu eng werden.

 

Im Unterschied zur Stellung betrifft Biegung den gesamten Pferdekörper. Möglichst gleichmäßig und harmonisch soll sich das Pferd in seiner gesamten Längsachse biegen. Das bedeutet, dass die Außenseite des Pferdes gedehnt wird, die Innenseite hingegen verkürzt. Dadurch ergibt sich der gymnastizierende Effekt der Biegung, der den Pferdekörper geschmeidig macht.

Das Zusammenspiel der weich machenden Innenhilfen mit den fein begrenzenden Außenhilfen ist entscheidend für das Gelingen gleichmäßiger Biegung.

 

Die Arbeit an der Stellung deines Pferdes verbessert nicht nur die Rittigkeit deines Pferdes, sie fördert auch die Anlehnung. Korrekte Stellung ist Grundlage für das Erarbeiten der Längsbiegung, die es uns möglich macht (mit viel Einsatz und Lust am Tun) unser Pferd gerade zu richten.

 

Interessant zu wissen ist, die Richtung in die das Pferd gestellt ist, ist immer die innere Seite.

Steht schon in den FN Richtlinien, Band 1 Grundausbildung, S.141

„Unabhängig davon, auf welcher Hand sich der Reiter befindet, wird die Seite, zu der das Pferd gestellt ist, als „innere“, die andere als „äußere“ bezeichnet.“

 

Dazu ein Beispiel aus der Praxis. Beim Schenkelweichen ist das Pferd immer in Richtung des vorwärts-seitwärtstreibenden Schenkels gestellt. Reitest du linke Hand und weichst an der langen Seite mit Kopf in die Bahn dem linken Schenkel, so ist dein Pferd nach links gestellt. Die innere Seite ist links. Du reitest weiterhin linke Hand und lässt nun an der langen Seite mit Kopf zur Bande dein Pferd dem rechten Schenkel weichen, so ist für diese Lektion rechts deine innere Seite und links deine äußere.

 

Ein weiteres Beispiel in diesem Zusammenhang ist das Konterschulterherein. Wenn du linke Hand Konterschulterherein reitest, so ist dein Pferd nach rechts gestellt und gebogen. Rechts ist in der Lektion deine innere Seite, links deine äußere.

Hier ließe sich natürlich noch eine Menge ergänzen, aber genug davon. Nähere Ausführungen zu Schulterherein und den anderen Seitengängen folgen bestimmt!

 

Eines noch, auf dem Foto ist Sia frá Hedensminde bei ihren Übungen vom Boden aus zu sehen. Über einen längeren Zeitraum hinweg in kleinen Schritten geübt, zeigt sie sich mittlerweile schon ganz schön biegsam. ;)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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